"Ein 31 Jahre alter Traum..."1030705

Im September 2005 nahm ich am Erfolgsteam-Workshop bei Astrid Reinhardt teil.
Bei der Suche nach den inneren Wünschen war mir schon sehr schnell klar, dass ich meinen Jugendtraum - einen 31 Jahre alten Traum - Kindererzieherin zu werden, verwirklichen will.

Ich bin heute Software-Entwicklerin, verdiene relativ gut und komm mit meinen Kollegen gut aus, mit den meisten auf jeden Fall. Warum also Kindererzieherin? Hätte man ja damals auch werden können - ich leider nicht.
Ich wurde 1961 mit einer Gaumenspalte geboren. Heute ist das, vom medizinischen Standpunkt aus, kein Problem mehr, doch damals war das noch anders, meine Aussprache war sehr undeutlich. Als ich meinen Berufswunsch meinen Eltern mitteilte, machten sie mir schnell klar, dass ich in Berufen, die mit Menschen zu tun haben, keine Chance haben werde. Also erlernte ich damals, 1979, den Beruf der Datentechnischen Assistentin und arbeitete mich zur Software-Entwicklerin hoch.
Im Jahre 1989 kam dann mein Sohn auf die Welt. Mit dieser neuen Aufgabe setzte ich mich noch einmal mit meinem Berufstraum und meiner Behinderung auseinander. 1993 ließ ich mich dann noch einmal am Gaumen operieren und machte eine 2-jährige Sprachtherapie, was dann meinem Selbstwert sehr zu gute kam, doch beruflich veränderte ich nichts. Ich ging, im Oktober 92, zurück an meinen alten Arbeitsplatz.

Doch nun zurück zum Erfolgsteam-Workshop. Einer meiner ersten Zielschritte war, dass ich in einer Kindergruppe hospitiere. Ich war in einer 10-köpfigen Gruppe, die Kinder waren alle zwischen zwei und drei Jahre alt. Nach diesem Vormittag kam mein Wunsch sehr ins Wanken. Die Kinder wurden beaufsichtigt und beschäftigt, und es war ziemlich stressig. Das war es nicht, was ich wollte. Mein Wunsch war es eher - das wurde mir jetzt klar - zu beobachten, zu begleiten und mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.
Also ... aus der Traum? Abitur nach-zu-machen und dann Pädagogik oder Psychologie zu studieren, dazu fühlte ich mich zu alt und konnte ich mir als Alleinerziehende auch gar nicht leisten.

Der nächste Event im Erfolgsteam-Workshop war dann die Ideenparty. Ich lud, wie alle anderen Kursteilnehmerinnen auch, zwei Freundinnen ein und brachte meinen Wunsch und auch meine Bedenken in die Gruppe ein. Da kam die Idee von meiner Freundin, ich soll doch mal bei meiner Firma nachfragen, ob ich nicht als Ausbildungsbeauftragte in der Firma tätig werden könnte.
Alle waren von dieser Idee sehr begeistert, und ich bekam die Aufgabe, bis zum nächsten Treffen ein Gespräch mit unserer Personalabteilung zu führen. Ab diesem Zeitpunkt lief alles wie von selbst.
Mein Chef, der Hauptgruppenleiter, der das Amt des Ausbildungsbeauftragten für die Software-Abteilung hatte, wurde zum Abteilungsleiter befördert und musste einen Nachfolger für dieses Amt bestimmen. Zufall?!?! Auf jeden Fall dauerte es keine 2 Wochen und ich wurde zur Ausbildungsbeauftragten für die Software-Abteilung benannt. Das war im Februar 2006. Mittlerweile haben wir drei Werkstudenten, die ich betreue und zu denen ich ein sehr gutes Verhältnis habe.

Im Oktober nahm ich an einem Bewerbertag in unserer Firma teil - als eine von vier Beobachterinnen! Beim Bewerbertag müssen sich die Bewerberinnen präsentieren und in einer Gruppe ein Projekt ausarbeiten - wir vier Beobachterinnen beobachteten dann deren Teamfähigkeit - und das Ergebnis gemeinsam vorstellen. Zum Schluss folgten dann noch die Einzelgespräche mit jeder Bewerberin. Von sieben ausgewählten Bewerberinnen für ein DualBWL Studium wurden zwei eingestellt.

Im November gab es einen Weiterbildungstag für alle 18 Ausbildungsbeauftragten der Firma. Dort teilte ich mit, dass ich mich gerne noch mehr engagieren möchte. Die Ausbilderin der Informatikkaufleute kam dann auf die Idee, dass ihre Azubis ja zwei bis drei Wochen pro Lehrjahr bei mir die Programmiertechniken erlernen könnten. Letzte Woche traf ich mich mit der Ausbilderin zum ersten Gespräch zu dieser Idee. Am 3. Januar habe ich einen Termin bei meinem Abteilungsleiter zu diesem Thema und ich habe schon eine Menge Ideen im Kopf. Ich bin momentan hoch motiviert und sehe mit einem Lächeln in die Zukunft.
Natürlich arbeite ich weiterhin als Software-Entwicklerin, kann aber nun beides optimal miteinander verbinden.

Ich denke, ohne den Erfolgsteam-Workshop hätte ich meinen Wunsch mit ins Jenseits genommen.

 

Brigitte, 45 Jahre

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Astrid Reinhardt

  


Astrid Reinhardt


Zertifizierte Erfolgsteamleiterin

nach Barbara Sher
Trainerin für Wertschätzende Kommunikation (nach Marshall Rosenberg)

Systemischer Coach
EFT®-Coach
AEP®-/EDxTM™-Practitioner
Heilpraktikerin

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